Wien Modern 31

Sicherheit lässt sich in der Musik mit Nikolaus Harnoncourt auf einen ganz einfachen Nenner bringen: Sie ist das Gegenteil von Schönheit. Erst wirklicher Mut zum Risiko lässt Musik lebendig werden: Atemberaubende Drahtseilakte der Virtuosität, blindes Zusammenfinden, aufs Äußerste gespannte Linien und blitzschnelle Reaktionen – «ganz knapp neben der höchst erreichbaren Schönheit ist der Abgrund – und der Absturz. Dort haben wir uns hinzubegeben, wir haben nicht in der Sicherheitszone herumzuwursteln.» (Nikolaus Harnoncourt). Wien Modern lädt vom 28. Oktober bis zum 30. November 2018 zu spannenden Begegnungen mit «unspielbaren» Meisterwerken und mit unterschiedlichsten Grenzgängern zwischen Freiheit und Kontrolle. Von der Eröffnung mit den Wiener Philharmonikern über kühne Solos bis hin zu Grenzgängen in die Bereiche von Improvisation, Jazz und Grafischer Notation, von Pionieren des Zufalls bis hin zu zahlreichen Ur- und Erstaufführungen wird es einen Monat lang in Wien alles andere als langweilig – mit Sicherheit …

Das volle Programm verraten wir Ihnen rechtzeitig zum Vorverkaufsbeginn. Findige Köpfe entdecken aber bereits jetzt einige große Festivalmomente in den Saisonprogrammen 2018/19 unserer Partner Wiener Konzerthaus, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Wiener Symphoniker und Wiener Philharmoniker: Letztere eröffnen Wien Modern am 28. Oktober 2018 um 11:00 Uhr im Wiener Konzerthaus – mit einem Konzert komplett ohne Dirigent. Die Wiener Symphoniker ziehen nicht minder risikofreudig nach mit dem Programm «Panic» am 31. Oktober 2018 im Wiener Konzerthaus, das ORF RSO Wien folgt mit «Chaos & Ekstase» beim Claudio Abbado Konzert im Musikverein am 2. November 2018 sowie am 14. November 2018 im Wiener Konzerthaus mit der Uraufführung der revidierten Fassung von Olga Neuwirths «The Outcast. Homage to Herman Melville». Den Festival-Kehraus übernimmt das legendäre London Jazz Composers Orchestra am 30. November 2018 im Porgy & Bess.

Bis dahin dürfen Sie gespannt sein auf sehr vielfältige Künstlerinnen und Künstler, die sich mit Vergnügen auf das Drahtseil zwischen Sicherheit und Schönheit begeben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei Wien Modern 2018!

Eröffnungskonzert Wien Modern
Wiener Philharmoniker ohne Dirigent

John Cage © Courtesy of John Cage Trust

Sonntag 28.10.2018 11:00 Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Es ist nicht das erste Mal, aber in dieser Form doch wohl ein historischer Moment: Das traditionsreichste Orchester der Stadt geht passend zum Festivalthema Sicherheit mit gutem Beispiel voran und eröffnet Wien Modern 2018 mit einem kompletten Konzert ganz ohne Dirigent – Musik braucht Mut zum Risiko. 

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Panic


Julia Purgina © Andrej Grilc

Mittwoch 31.10.2018 19:30 Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Auch wenn die Panik, für die Altmeister Harrison Birtwistle mit seinem gleichnamigen Konzertstück 1995 bei der Londoner Last Night of the Proms sorgte, längst der Begeisterung gewichen ist – die Wiener Symphoniker zeigen sich hier von ihrer rasanten Seite: Stardirigent Sylvain Cambreling sorgt für die leidenschaftliche Interpretation eines grafischen Meisterwerks von Iannis Xenakis. Der Konzertmeister landet in Julia Purginas Uraufführung Akatalepsia (benannt nach dem griechischen Wort für die Unmöglichkeit, das Wesen der Dinge zu begreifen) auf dem Balkon. Malte Giesen bringt ein hyperreales Klavier auf die Bühne. Und der Geräuschzauberer Helmut Lachenmann unterläuft kurz vor seinem 83. Geburtstag genüsslich alle Erwartungen – mit seinem ersten Stück, das auch im Neujahrskonzert bestens aufgehoben wäre …

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Olga Neuwirth 50
The Outcast


Olga Neuwirth © Lukas Beck

Mittwoch 14.11.2018  19:30 Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Olga Neuwirths großes Video-Konzert-Installations-Theater The Outcast wird bei Wien Modern 2018 komplett neu auf die Bühne gebracht: Aus Anlass des 50. Geburtstages der Komponistin realisieren Wien Modern, die Elbphilharmonie Hamburg, das Wiener Konzerthaus und das ORF Radio-Symphonieorchester Wien (mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung) eines der zentralen Werke der Komponistin in revidierter Fassung und in einer exemplarischen Neuproduktion. Für Video, Bühne und Kostüme zeichnet die britische Regisseurin und Künstlerin Netia Jones verantwortlich, eine wahre «Licht-Magierin» (The Independent), deren Verschmelzung von Bühne und Video «sich in drei Worten zusammenfassen lässt: brillant, brillant und brillant». (The Guardian) 

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Claudio Abbado Konzert
Chaos & Extase


Hans Joachim Hespos © Rainer Koehl

Freitag 02.11.2018 19:30 Musikverein, Großer Musikvereinssaal

Hans-Joachim Hespos ist der vermutlich inspirierendste Rebell seiner Generation. Der in Ostfriesland geborene und bei Bremen lebende Komponist kehrt im Jahr seines 80. Geburtstags erstmals in den Wiener Musikverein zurück, wo er 1970 als 32-Jähriger einen Skandal entfacht hatte. Ganz im Zeichen des mutigen Festivalgründers Claudio Abbado erwartet Sie bei diesem Konzert ein hochkarätiges Abenteuer, in dem ein durchaus schiaches Küchenkastl als Soloinstrument und die aktuelle Erste Bank Kompositionspreisträgerin Agata Zubel als Sopransolistin eine Rolle spielen. Wie letztere den finalen «Kreischschrei» der Hespos-Uraufführung interpretieren wird, darf ebenso mit Spannung erwartet werden wie Duncan Wards abschließende Auseinandersetzung mit Skrjabins riesig besetztem Poème de l’Extase.

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Pressekontakt

SKYunlimited
Sylvia Marz-Wagner
Mobil: +43 699 16448001
sylvia.marz-wagner@skyunlimited.at

Rückblick

Alle bisherigen Projekte von Wien Modern finden Sie im Archiv, Fotos der letzten Festivals finden Sie in den Bildergalerien. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen 2018!

Förderer & Sponsoren

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