Spielplan
Di 31 Oktober 2017
18:30 h Publikumsgespräch Wiener Konzerthaus, Schönberg-Saal
19:30 h J'accuse Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Mi 01 November 2017
Do 02 November 2017
16:00 h Bilder im Kopf Dschungel Wien
18:30 h Publikumsgespräch Wiener Konzerthaus, Schönberg-Saal
19:30 h Das Floß der Medusa Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Fr 03 November 2017
16:00 h Bilder im Kopf Dschungel Wien
16:30 h Dufourt betrachtet Bruegel Kunsthistorisches Museum
19:30 h Burning Bright MuseumsQuartier Wien, Halle G
20:45 h Bar Modern MuseumsQuartier Wien, Halle G
21:30 h Burning Bright MuseumsQuartier Wien, Halle G
Sa 04 November 2017
16:00 h Bilder im Kopf Dschungel Wien
18:30 h Publikumsgespräch Wiener Konzerthaus, Wotruba-Salon
19:30 h Claudio Abbado Konzert Wiener Konzerthaus, Großer Saal
21:00 h Bar Modern Wiener Konzerthaus, Buffet Mozart-Saal
So 05 November 2017
13:00 h Cartier-Bresson Christine König Galerie
16:00 h Kopfaug Alte Schmiede
18:30 h Fremde Ohren oder: Wie Musiker das hören Wiener Konzerthaus, Großer Saal
19:30 h Chinese Opera Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Mo 06 November 2017
Di 07 November 2017
Mi 08 November 2017
Do 09 November 2017
18:00 h Was in Bildern anklingt Kunsthistorisches Museum
19:30 h Turangalîla Musikverein, Großer Saal
20:00 h Die Reise Mondschein
Fr 10 November 2017
Sa 11 November 2017
14:00 h An die Grenze 1-3 Auf der Schmelz
18:45 h Einführung Neue Oper Wien MuseumsQuartier Wien, Halle E
19:30 h Die Antilope MuseumsQuartier Wien, Halle E
20:00 h Die Reise Mondschein
So 12 November 2017
13:00 h Wasserwege Lusthauswasser im Prater
15:00 h Bar Modern Gösser Bierinsel
20:00 h Oh, I see Künstlerhaus
21:30 h Bar Modern Künstlerhaus
Mo 13 November 2017
19:30 h Arditti + Walshe Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal
Di 14 November 2017
18:45 h Einführung Neue Oper Wien MuseumsQuartier Wien, Halle E
19:00 h It's a bird! ORF RadioKulturhaus, Großer Sendesaal
19:30 h Die Antilope MuseumsQuartier Wien, Halle E
21:00 h Wall Studies Galerie Jünger
22:00 h Bar Modern Galerie Jünger
Mi 15 November 2017
18:45 h Einführung Neue Oper Wien MuseumsQuartier Wien, Halle E
19:30 h PHACE Wiener Konzerthaus, Berio-Saal
19:30 h Die Antilope MuseumsQuartier Wien, Halle E
20:00 h Die Reise Mondschein
20:15 h Bar Modern Wiener Konzerthaus, Buffet Berio-Saal
21:00 h Bar Modern Wiener Konzerthaus, Buffet Berio-Saal
Do 16 November 2017
18:45 h Einführung Neue Oper Wien MuseumsQuartier Wien, Halle E
19:30 h Les Espaces Acoustiques Wiener Konzerthaus, Großer Saal
19:30 h Die Antilope MuseumsQuartier Wien, Halle E
Fr 17 November 2017
20:00 h Les continents MuseumsQuartier Wien, Halle G
20:00 h Die Reise Mondschein
22:00 h Two Whiskas MuseumsQuartier Wien, Halle G
23:15 h Bar Modern MuseumsQuartier Wien, Halle G
Sa 18 November 2017
16:00 h An die Grenze 4 MuseumsQuartier Wien, Halle G
18:30 h Eyes wide shut I Österreichisches Filmmuseum
20:00 h Die Reise Mondschein
22:00 h Hecker MuseumsQuartier Wien, Halle G
So 19 November 2017
12:00 h Rothko Chapel Wohnparkkirche Alterlaa
20:30 h Eyes wide shut II Österreichisches Filmmuseum
Mo 20 November 2017
18:30 h Konzerteinführung Wien Modern MuseumsQuartier Wien, Halle G
19:30 h Le Encantadas MuseumsQuartier Wien, Halle E
Mi 22 November 2017
19:30 h Erste Bank Preisträgerkonzert Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal
Do 23 November 2017
Sa 25 November 2017
18:30 h The Acousmatic Project I Kuppelsaal der Technischen Universität
So 26 November 2017
13:00 h The Acousmatic Project II Kuppelsaal der Technischen Universität
18:30 h mdw-Rahmenhandlung: Konzerteinführung MuseumsQuartier Wien, Halle G
19:30 h Daily transformations MuseumsQuartier Wien, Halle G
Mo 27 November 2017
Di 28 November 2017
19:30 h La Lontananza Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal
Mi 29 November 2017
19:30 h Imaginary Landscape ORF RadioKulturhaus, Großer Sendesaal
Do 30 November 2017
18:00 h Was in Bildern anklingt Kunsthistorisches Museum
19:30 h 13 Farben der Abendsonne Musikverein, Gläserner Saal
Fr 01 Dezember 2017
11:00 h Öffentliche Generalprobe ORF RadioKulturhaus, Großer Sendesaal
18:00 h mdw-Rahmenhandlung: Vorgespräch ORF RadioKulturhaus, Großer Sendesaal
19:00 h Bilder im Kopf ORF RadioKulturhaus, Großer Sendesaal

J'accuse

Dienstag, 31. Oktober 2017, 19:30 Uhr

Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Lothringerstraße 20
1030 Wien

J'accuse, Filmstill: Abel Gance

Minimalismus kann man Abel Gance nicht zum Vorwurf machen. Der 1889 in Paris geborene Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler hat mit visionären Projekten gigantischen Ausmaßes Kinogeschichte geschrieben: «La Roue» dauert acht Stunden, «Napoléon» zwar nur sechs, benötigt aber drei Leinwände nebeneinander. Sein erster zum Klassiker gewordener Stummfilm dauert (wie «Toni Erdmann») gerade einmal zweidreiviertel Stunden – die wie im Flug vergehen. «J’accuse» (Ich klage an) oszilliert zwischen Romanze, Drama, Action, Horror und «embedded journalism». Gance erwirkte eine Drehgenehmigung an Kriegsschauplätzen – ohne den Militärs zu verraten, dass die Eifersuchtsgeschichte sich zur Anklage gegen den Krieg entwickelt. Gedreht wurde zwischen Sommer 1918 und März 1919 u.a. auf den Schlachtfeldern von Saint-Mihiel bei Verdun, mit Soldaten, die nach dem Dreh an die Front zurückkehrten. Dass die aufwändige Restaurierung (EYE Amsterdam & Lobster Paris) unter die Haut geht, liegt nicht zuletzt an der Musik von Philippe Schoeller, der in Wien selbst den Elektronikpart übernimmt: «Die Lebenden gingen vorbei, Musik im Kopf», Armeen marschieren zackig durch den Pariser Triumphbogen, doch die Musik richtet den Blick auf die Bilder im Kopf, schon bevor in einem gewagten Split Screen eine Zombie-Armee toter Soldaten antritt, den Wahnsinn des Krieges zu beenden. Ein Meilenstein der Filmgeschichte, mit den Wiener Symphonikern im spannenden Live-Soundtrack.

„Es ist nicht der bekannteste Film des französischen Altmeisters Abel Gance, und doch gibt es darin Szenen von der Aussagekraft eines Sergei Eisenstein oder Luis Buñuel. Jene etwa, in der die toten Soldaten des Ersten Weltkriegs aus ihren Gräbern steigen und in die Städte zurückmarschieren, um bei den Überlebenden nachzusehen, ob sich ihr Opfer auch gelohnt hat. Für diese Szene reicht selbst das große Symphonieorchester nicht ganz aus, das der Franzose Philippe Schoeller für seine neue Komposition zum Stummfilm J’accuse – Ich klage an von Abel Gance aus dem Jahr 1919 aufgeboten hat - ein Auftragswerk für das ZDF und Arte. Wie ein Sphärengesang aus dem Jenseits dringt es durchs Orchester elektronisch herüber. […] Der Film, der nur in einigen Teilkopien erhalten war, wurde von der Gesellschaft Lobster Films zusammen mit dem Eye-Filmmuseum in Amsterdam mustergültig restauriert und rekonstruiert.“ (Joseph Hanimann / Süddeutsche Zeitung)

„Der 1918/19 entstandene Stummfilm J’accuse von Abel Gance gilt als frühes Beispiel des pazifistischen Kinos. Er spiegelt ein privates Schicksal in den Schrecken des Ersten Weltkriegs, ‚eine Welt zwischen Wirklichkeit und Illusion‘. Das naturalistische Fresko der Schützengräben, die Traumsequenzen von der Allgegenwart des Todes im Leben demonstrieren seine visionäre Kraft. Kameramann Leonce-Henri Burel nutzte dazu atemraubende Kamerafahrten, Doppelbelichtungen und Lichteffekte. Das Aufgebot der Soldaten auf den Schlachtfeldern bei Verdun erinnert an zeitgenössische Industrieprozesse, an Hollywoods Bilderfabrik oder erscheint zuweilen wie eine Vorschau aufs russische Revolutionskino der 1920er Jahre.“ (Josef Nagel / Neue Zürcher Zeitung)

„Wenn man die ersten Einstellungen des Films ansieht, könnte man denken, dass sie erst gegen Ende der Stummfilmepoche entstanden sind, so vorzüglich ist ihre Bildqualität, so kunstvoll werden Kameratechnik, Beleuchtung und Kadrierung eingesetzt. […] In Paris war diese Premiere am 8. November [2014] im Salle Pleyel ein Höhepunkt im Rahmen der Gedenkfeierlichkeiten zum Ersten Weltkrieg. […] In der berühmten Schlusssequenz, in der die gefallenen Soldaten zum Marsch auferstehen, zeigt sich das Talent Abel Gances, große Momente zu erschaffen, zwischen Apokalypse und Erleuchtung. Hier erweist sich auch die Meisterschaft des Komponisten Philippe Schoeller, Jahrgang 1957, der eine äußerst expressive, kongeniale Musik vorgelegt hat. Im Orchester werden ungewohnte Klangfarben durch den vielfältigen Einsatz von Schlaginstrumenten, wie Bienenschwärme summende Geigen und einen virtuellen Chor erzeugt. […] Ein einmaliges Gesamtkunstwerk in bester Restauration.“ (Ralph Trommer / Frankfurter Allgemeine Zeitung)


Interpreten

Wiener Symphoniker, Orchester

Philippe Schoeller, Live-Elektronik

Gilbert Nouno, Musikinformatik (IRCAM)

Peter Rundel, Dirigent

Programm

Film «J'accuse» (Regie: Abel Gance, F 1919)

Philippe Schoeller

Musik zu «J'accuse» (Regie: Abel Gance, F 1919) (2013-2014) EA

Anmerkung

Produktion Wien Modern und Wiener Symphoniker in Kooperation mit dem Wiener Konzerthaus (Zyklus Film + Musik live)
Medienpartner Ray

Karten

Dienstag, 31. Oktober 2017
19:30 Uhr

J'accuse

Freie Platzwahl
Dieses Konzert wird im Rahmen einer Kooperation zwischen der Wiener Konzerthausgesellschaft, den Wiener Symphonikern und dem Musikverein Wien Modern durchgeführt. Bitte beachten Sie die mit dem Einzelkarten- oder Abonnementkauf verbundenen Zustimmungserklärungen laut dem Punkt «Datensicherheit (Kooperationsveranstaltungen), Zustimmungserklärungen» in den Allgemeinen Verkaufs- und Abonnementbedingungen der Wiener Konzerthausgesellschaft.

Es gilt der Generalpass
Kartenpreis(e): € 21 ,-

Es gilt der Generalpass
7,5% Ermäßigung für Mitglieder der Wiener Konzerthausgesellschaft, Ö1 Club-Mitglieder und InhaberInnen einer BankCard der Erste Bank (2 Karten)
50% Ermäßigung für Jugendmitglieder, Studierende, SchülerInnen, Lehrlinge, Wehr- und Zivildiener bis zum vollendeten 26. Lebensjahr (1 Karte)

Diese Veranstaltung ist auch in den Paketen Ganz großes Kino und French Touch erhältlich.