Freitag 02.11.2018 19:30 Musikverein, Großer Musikvereinssaal
Claudio Abbado Konzert
Chaos & Extase


Hans Joachim Hespos © Rainer Koehl

ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Agata Zubel, Sopran
Tim Schomacker, ImprovisierSchrank
Duncan Ward, Leitung

Joseph Haydn: Die Vorstellung des Chaos (Einleitung zu «Die Schöpfung» Hob. XXI/2) (1796–1798)
Nicolaus A. Huber: …der arabischen 4 für Orchester (2017 UA)
Auftrag Wien Modern, RSO Wien und hr-Sinfonieorchester
Friedrich Cerha: Drei Situationen für Streichorchester (2016/2017 UA)
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Hans-Joachim Hespos: tapis fou. Symphonische Szene für Sopran, ImprovisierSchrank und ausgeräumtes Orchester mit Gelegenheitsdirigent (2016 UA)
Auftrag Wien Modern
Alexander Skrjabin: Le poème de l’extase op. 54 (1905–1908)

Produktion Wien Modern, Koproduktion RSO Wien

Fein eingerahmt zwischen Chaos (Joseph Haydn) und Ekstase (Alexander Skrjabin) spielt das RSO Wien im Goldenen Saal des Musikvereins drei prominente Uraufführungen unter der Leitung von Duncan Ward. Der britische Dirigent, der heuer mit Sir Simon Rattle und Matthias Pintscher in London und Luzern umjubelte Aufführungen von Stockhausens Gruppen leitete, ist gerade einmal 28, die drei erfrischend unkonventionellen Komponisten hinter den neuen Werken bringen sage und schreibe 251 Lebensjahre zusammen – und mindestens ebensoviele Ecken und Kanten. Friedrich Cerha betritt mit jedem weiteren Spätwerk Neuland. Nicolaus A. Huber sorgt von seinen Lehrjahren bei Stockhausen und Nono bis heute für Überraschungen – diesmal mit Lachern der pakistanisch-österreichischen Menschenrechtsaktivistin, Publizistin und Islamkritikerin Sabatina James. Hans-Joachim Hespos ist der vermutlich inspirierendste Rebell seiner Generation. Der in Ostfriesland geborene und bei Bremen lebende Komponist kehrt im Jahr seines 80. Geburtstags erstmals in den Wiener Musikverein zurück, wo er 1970 als 32-Jähriger einen Skandal entfacht hatte. Ganz im Zeichen des mutigen Festivalgründers Claudio Abbado erwartet Sie bei diesem Konzert ein hochkarätiges Abenteuer, in dem ein durchaus schiaches Küchenkastl als Soloinstrument und die aktuelle Erste Bank Kompositionspreisträgerin Agata Zubel als Sopransolistin eine Rolle spielen. Wie letztere den finalen «Kreischschrei» der Hespos-Uraufführung interpretieren wird, darf ebenso mit Spannung erwartet werden wie Duncan Wards abschließende Auseinandersetzung mit Skrjabins riesig besetztem «Poème de l’Extase».

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