Geschichte Wien Modern

Die Gründung des Festivals Wien Modern geht auf eine Initiative des italienischen Dirigenten Claudio Abbado zurück. In seiner Funktion als Musikdirektor der Wiener Staatsoper konnte er Ende der 80er Jahre Exponenten aus Politik und Kultur von der Notwendigkeit überzeugen, der Musik der Gegenwart in Wien ein eigenes Forum zu bieten. Somit stand das neu gegründete Festival 1988 im Zeichen einer Vitalisierung des traditionsreichen Wiener Musiklebens. Im Spannungsfeld zwischen musikalischer Innovation und Tradition wurde Wien Modern als internationale Plattform für aktuelle musikalische Entwicklungen konzipiert, die dem Wiener Publikum zentrale Werke der Neuen Musik in großem Rahmen zugänglich machen sollte. 

Die Anfangsjahre von Wien Modern legten den Grundstein für den internationalen Ruf des Festivals und waren für die Etablierung der musikalischen Avantgarde im Wiener Musikleben von entscheidender Bedeutung. Die Arbeit mit thematischen Fragestellungen war von Anfang an ein wesentlicher Aspekt bei der künstlerischen Planung von Wien Modern. Die elektronische Klangerzeugung und ihre Auswirkungen auf die Neue Musik etwa stand im Zentrum von Wien Modern 2000. Seither ist experimentelle Elektronik aus dem künstlerischen Profil des Festivals nicht mehr wegzudenken. Und mit der Thematisierung visueller Medien im Jahr 2001 ging eine Öffnung des Festivals gegenüber anderen Kunstsparten einher: Tanz, Performance, bildende Kunst, Film und Video sind zu einem integrativen Bestandteil von Wien Modern geworden, sofern sie mit Musik eine signifikante Verbindung eingehen.

Lothar Knessl, Karsten Witt, Christoph Becher, Thomas Schäfer, Berno Odo Polzer und Matthias Lošek haben dem Festival seit seiner Gründung sein künstlerisches Profil verliehen. Seit 2016 steht das Festival unter der künstlerischen Leitung von Bernhard Günther, dem es mit Themenschwerpunkten wie »Die letzten Fragen: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Und wo zum Teufel sind wir hier überhaupt?« (2016), »Bilder im Kopf« (2017) und »Sicherheit« (2018) gelang, die Besucherzahlen in den vergangenen drei Jahren zu verdreifachen. 2018 verbuchte Wien Modern mit 31.491 BesucherInnen in 124 Veranstaltungen eine neue Rekordmarke. 2019 steht das Festival unter dem Motto »Wachstum« und präsentiert 80 Uraufführungen und 29 österreichische Erstaufführungen an 33 Spieltagen in 100 Veranstaltungen an 24 Spielstätten in 12 Bezirken.

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