Wachstum

Wien Modern 32

30.10.–30.11.2019

Im 32. Festivaljahr von Wien Modern über Wachstum nachzudenken, mag nach der Rekordausgabe von 2018 der richtige Moment sein. Dass das Thema Wachstum kommenden November im Mittelpunkt der nächsten Festivaledition steht, hat jedoch einen ganz einfachen Grund: Musik als Kunst der Gegenwart horcht mit ihren ganz eigenen Mitteln auf den Herzschlag unserer Zeit. Schneller, höher, stärker scheint die herrschende Devise in aller Welt zu lauten; für die Ohren tun sich allerdings ganz andere Richtungen auf: Zeitabläufe, Entwicklungen, Balance, Dauer, Dichte und Dosierung werden in der Musik fast körperlich spürbar – unendliche Längen und winzige Augenblicke, dramatische Steigerungen, abstrakte Flächen, steter Wandel und ein Verschwinden ins Nichts.

Inmitten einer rauschenden Überbietungslogik, bröckelnder Wachstumsversprechungen und vielkanaliger Überforderung entstehen in der Kunstwelt der Musik vermehrt sehr lange und dichte Hörerfahrungen – ebenso wie winzige, zarte, ephemere, fast verschwindende neue Formen. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler zeigen im Rahmen von Wien Modern 2019, dass es gar nicht so schwer ist, den Begriff Wachstum ein ganz kleines bisschen aus der Erstarrung zu befreien, in die er durch die eindimensionale Verwendung in Wirtschaft, Stadtplanung und Politik geraten ist. Von Reduktion zu überbordender Fülle und wieder zurück – die ewige Suche nach dem richtigen Maß, irgendwo zwischen dem zu viel und dem zu wenig, ist in der Musik heute so spürbar wie selten zuvor.

Entdecken Sie im November 2019 an zahlreichen Spielstätten in ganz Wien vielfältige Formen des Maximalismus und Minimalismus: Die klangliche Beschreibung eines Vulkanausbruchs, zu hören im Eröffnungskonzert mit dem RSO Wien unter Leitung der neuen Chefdirigentin Marin Alsop. Das Ende eines Ensembles und der Beginn von etwas Neuem. Ein Werk von unerhörter Dauer, Dichte und Expressivität, das Sie zwischen dem Ende einer Nacht und dem Anfang der folgenden Nacht besuchen können, wann immer Sie möchten. Große, weltumspannende Werke wie Dieter Schnebels Sinfonie X. Winzige Miniaturen, denen Sie beispielsweise unterwegs im Museum begegnen. Die Ringstraßenbahn als Endlosrille. Und (auch für junges Publikum) die Möglichkeit, das Gras wachsen zu hören. Wir freuen uns auf vielfältige Begegnungen mit Ihnen bei Wien Modern 32!

Rückblick 2018

Das mit über 80 Ur- und Erstaufführungen in 124 Veranstaltungen an 29 Spielstätten in 10 Wiener Gemeindebezirken sehr kontrastreiche Programm von Wien Modern rund um das Festivalthema «Sicherheit» stieß 2018 auf Rekordinteresse. Insgesamt verbuchte die 31. Ausgabe des Festivals an 34 Spieltagen in 29 Spielstätten in 10 Wiener Gemeindebezirken 31.491 BesucherInnen. Damit hat sich das Interesse an Wien Modern in den letzten drei Jahren nahezu verdreifacht.

Rund 80 Ur- und Erstaufführungen von Louis Aguirre, Oskar Aichinger, Séverine Ballon, Jürgen Berlakovich, Marius S. Binder, Christine Burke, Angélica Castelló, Aureliano Cattaneo, Friedrich Cerha, James Clarke, Alix Eynaudi, Brian Ferneyhough, Michael Fischer, Luca Francesconi, Beat Furrer, Malte Giesen, Vinko Globokar, Georg Graewe, Georg Friedrich Haas, Boris Hegenbart / David Moss, Hans-Joachim Hespos, Nicolaus A. Huber, IFTAF, Bryan Jacobs, Aaron Jay Kernis, Katharina Klement, Helmut Lachenmann, Herbert Lacina, Bernhard Lang, Seorim Lee, Florijan Lörnitzo, Claudia Märzendorfer, Zahra Mani, Michael Moser / Nik Hummer, Simone Movio, Bertl Mütter, Sarah Nemtsov, Olga Neuwirth, Akira Nishimura, Georg Nussbaumer, Julie Pfleiderer / Oxana Omelchuk / Caroline Daish, Jörg Piringer, Enno Poppe, Julia Purgina, Peter Ruzicka, François Sarhan, James Saunders, Elisabeth Schimana, Iris ter Schiphorst, Wolfram Schurig, Ehsan E. Shanjani, Giovanni Sollima, Timur Stahlie-Sijaric, Johannes Maria Staud, Marco Stroppa, Tugba Uçar, Gergely Vajda, The Vegetable Orchestra, László Vidovszky, Antonius Widmann, Christian Wolff, Zdzislaw Wysocki, Mia Zabelka, Agata Zubel u. a.

Über 30 Orchester, Chöre und Ensembles Airborne Extended, Arditti String Quartet, art ensemble Berlin, Camerata Salzburg, Company of Music, duo-mono-lith, ensemble]h[iatus, ensemble mosaik, ensemble recherche, Ensemble Modern, ensemble sirene, Il Giardino Armonico, Ictus, IFTAF, Klangforum Wien, Koehne Quartet, London Jazz Composers Orchestra, mdw scratch orchestra, Minguet Quartett, möström, Münchner Knabenchor, MUKpercUssion, One.Night.Band, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, PHACE, Schülerinnen und Schüler der Musikschule Wien, der J. S. Bach Musikschule Wien und der VS Herderplatz, Studio Dan, Trio Accanto, The Vegetable Orchestra, Webern Ensemble Wien, Wien Diesel, Wiener Philharmoniker, Wiener Symphoniker u. a.

Zahlreiche SolistInnen und DirigentInnen Oskar Aichinger, Pierre-Laurent Aimard, Giovanni Antonini, Irvine Arditti, Séverine Ballon, Wolfgang Bankl, Jürgen Berlakovich, Sebastian Berweck, Beyond Trio, Szabolcs Brickner, Markus Butter, Dario Calderone, Sylvain Cambreling, Audrey Chen, Georgette Dee, Harald Demmer, Christian Dierstein, Ilse Eerens, Susanne Elmark, Jury Everhartz, Agustí Fernández, Marino Formenti, Julius Gabriel, Annelie Gahl, Susanna Gartmayer, Georg Graewe, HK Gruber, Daniel Gutmann, Barry Guy, Hans-Jürgen Hauptmann, Nicolas Hodges, Philip Jeck, Netia Jones, Johannes Kalitzke, Salome Kammer, Steve Karier, Otto Katzameier, Martin Kiener, Sophie Kim, Patricia Kopatchinskaja, Michael Laurenz, Thomas Lehn, Johan Leysen, Han-Gyeol Lie, Brad Lubman, Barbara Lüneburg, Jean-Bernard Matter, Matthias Meinharter, Wolfgang Mitterer, Lars Mlekusch, Michael Moser, Bertl Mütter, Lucas Niggli, Jerôme Noetinger, Nacho de Paz, Jan Petryka, Jörg Piringer, Tilmann Rönnebeck, Peter Ruzicka, Sarah Maria Sun, François Sarhan, Matthäus Schmidlechner, Gunter Schneider, Nurit Stark, Ulrich Troyer, Tamás Varga, Mark Vernon, Marcus Weiss, Tim Schomacker, Ilan Volkov, Anke Vondung, Duncan Ward, Andrew Watts, Martin Winkler, Marta Zapparoli, Agata Zubel, Manuel Zurria u. a.

Alle bisherigen Projekte von Wien Modern finden Sie im Archiv, Fotos der letzten Festivals finden Sie in den Bildergalerien

Wir bedanken uns herzlich für viele außerordentliche Festivalmomente und das große Interesse und freuen uns auf ein Wiedersehen im Herbst 2019!

Ausblick 2019

Vom 30. Oktober bis zum 30. November erwarten Sie rund um das Festivalthema Wachstum zahlreiche Uraufführungen von Peter Ablinger, Lera Auerbach, Pierluigi Billone, Francis Burt, Jérôme Combier, Reinhard Fuchs, Beat Furrer, Clemens Gadenstätter, András Gelléri, Elisabeth Harnik, Michael Hersch, Katrin Hornek / Judith Unterpertinger, Mirela Ivičević, Michael Jarrell, Andreas Jurgschat, Hannes Kerschbaumer, Katharina Klement, Herbert Lacina, Bernhard Lang, Klaus Lang, Liquid Penguin, Misato Mochizuki, Marco Momi, Sarah Nemtsov, Sergej Newski, Zeena Parkins, Gérard Pesson, Simeon Pironkoff, Gerald Resch, Jorge Sánchez-Chiong, Rebecca Saunders, Ingrid Schmoliner, Martin Schüttler, Charlotte Seither, Alexander Stankovski, Johannes Maria Staud, Wolfgang Suppan, German Tóro-Pérez, Joanna Wozny, Jaime Wolfson, Mia Zabelka u. v. a.

Erste Details finden Sie in den Saisonprogrammen 2019/20 ausgewählter Festivalpartner wie Wiener Konzerthaus, RSO Wien, Wiener Symphoniker, Klangforum Wien, PHACE, Neue Oper Wien, Dschungel Wien, TanzQuartier Wien u. a. Das komplette Festivalprogramm finden Sie rechtzeitig zum Kartenvorverkaufsstart am 9. September 2019 online an dieser Stelle. Für die Zusendung per Post und den Newsletter können Sie sich hier anmelden.

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