Mark Andre

Donnerstag, 28. November 2019, 19:30 Uhr

Reaktor
Geblergasse 40
1170 Wien

Mark Andre © Martin Sigmund

Mark Andre erschließt Räume. Atemberaubende Zwischenräume, die sich auftun, wenn man beginnt, feinste Differenzen zu spüren. Seine Musik macht diese Differenzen wie von selbst hörbar; mit analytischen Hinweisen hält er sich zurück und verweist eher auf die Metaphysik, die ihm viel wichtiger ist. Doch um den mikroskopisch präzisen Feinheitsgrad seiner Musik zu veranschaulichen, sei hier tatsächlich einmal ganz nah an ein winziges kompositionstechnisches Detail seines großen Klaviersolowerks iv 1 herangezoomt: »Die Kategorie der Flageolette« beispielsweise, die durch das Spiel im Inneren des Flügels ins Blickfeld rückt, unterteilt der Komponist zunächst in »Polaritäten, zwei Begriffe aus derselben Kategorie« – harmonische und disharmonische Flageolette. Zwischen diesen neu entdeckten Polen entfaltet sich nun ein graduelles Spiel mit feinsten Klangmöglichkeiten. In solchen Nanobereichen spielt die Musik von Mark Andre – dort, wo ein Klang gerade eben wahrnehmbar beginnt, sich von harmonisch zu disharmonisch, von stabil zu instabil oder von geschlossen zu perforiert zu verändern. Vier MusikerInnen, die Mark Andres spektakuläre mikroskopische Landschaften bestens kennen, präsentieren drei seiner winzigen, riesigen Solo- und Kammermusikwerke im Reaktor.

»Wir wissen aus der Astrophysik, dass es keine absolute Stille gibt. Seit dem Urknall sind überall Geräusche, die wir beobachten können. Aber ich denke, was zu laut ist, kann keine Intensität entfalten. Die steckt eher im Verklingenden, in der letzten Stufe vor dem Verklingen.« (Mark Andre)

»Mir geht es um Musik im Prozess des Verschwindens, des Entschwindens und danach. Ich suche nach dem, was nach dem Entschwinden bleibt, wahrnehmbar weiterexistiert, wenn wir unsere Möglichkeiten und unser Sensorium nutzen und fein und wagemutig schutzlos dafür offen sein lassen.« (Mark Andre)


Interpreten

Yuko Kakuta, Sopran

Yukiko Sugawara, Klavier

Jörg Widmann, Klarinette

SWR Experimentalstudio, Live-elektronische Realisation

Michael Acker, Klangregie

Maximiliano Estudies, Klangregie

Programm

Mark Andre

iv 17 (2019) EA

Kompositionsauftrag Lucerne Festival, Wien Modern und Musik der Jahrhunderte

Mark Andre

iv 1 (2010)

***

Mark Andre

...selig sind... (2018)

Anmerkung

Produktion Wien Modern

Karten

Donnerstag, 28. November 2019
19:30 Uhr

Mark Andre

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Dschungel Wien Modern: Gras wachsen hören

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